Grafikkarte übertakten
Jeder Computerfreak kennt es. Die Hardware wird älter und älter und irgend wann ruckeln die Spiele oder die neuste Software verweigert ihren Dienst. Vorallem für Zocker werden die LAN's zur Quall, wenn speicherhungrige und rechenintensive Programme sich durch Flaschenhälse zwängen müssen, um bis zur Ausgabe am Monitor zu gelagen.
Nach meiner 2. LAN- Party war dann mein Entschluss gefasst, meine Grafikkarte zu übertakten. Es war eine GForce 2 MX 200/400, die zu dem Zeitpunkt etwas über ein Jahr alt war. Das hat aber schon gereicht, um dass es bei UT oder GTA 3 zu Problemen führt. Mein Freund Richard half mir bei der Aktion. Wir kauften einige passive Kühlkörper (eins für die GPU und 2 für die 2 RAM's), sowie 2 aktive (eins für die GPU und eins auf die RAM'S). Nach dem die ganze Sache gut zusammen geklebt und getrocknet war, konnte ich mit Hilfe eines kleinen Tool's die Taktraten für die GPU und den RAM erhöhen.
Das Ergebnis ist eindeutig eine leichte Leistungssteigerung, die von einer höheren Hitzeentwicklung und einer kürzeren Lebensdauer einher geht.
Übersicht:
Takt der GPU vorher: 175 MHz
Takt des RAM's vorher: 166 MHz
Takt der GPU nachher: 215 MHz (stabiles Maximum)
Takt des RAM's nachher: 205 MHz (stabiles Maximum)
Zwar klingt die Erhöhung der Taktraten viel (GPU 22,9 % und RAM 23,5 %), aber bei einer Grafikkarte kommt es auch noch auf die Hardwarechips und den unterstützten DirectX Modus an. Im Benchmark "3DMark 2001 SE" kam die Karte auf ca. 10 % mehr Leistung, was durchschnittlich 2 FPS (Frames per Second) mehr ausmacht.
3D Mark 2001 SE (700 MHz Athlon, 256 MB RAM, 100 MHz FSB):
Punkte vorher (Hardware T&L, 1024x768 @ 32 Bit): 1860
Punkte nachher (Hardware T&L, 1024x768 @ 32 Bit): fast 2050
Da ich inzwischen einen neuen PC habe, habe ich die Taktraten der Grafikkarte wider auf Standardwerte zurückgesetzt.
Hier geht es zur Bildergalerie.
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